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Bewerbung einmal anders!

Heuersdorf Transparent

Image via Wikipedia

Jeder normale Mensch schreibt eine Bewerbung, oder gleich mehrere und schickt diese dann per Post oder E-Mail an ein- oder mehrere Unternehmen.

Ich bin aber nicht normal und habe es auf einen etwas anderen Weg versucht! Eigentlich war es mehr ein Zufall, dass sich das so ergeben hat! Aber im Nachhinein betrachtet ist es eine sehr effektive Methode die einige Vorteile hat!

Ich war damals auf Suche nach einem Job im Tiefbaubüro. Gleich vorweg, dies war nicht mein Traumjob. Ich habe nach einem halben Jahr gekündigt weil es für mich eine Qual war im Büro zu sitzen. Sie sehen- auch ich habe nicht von Anfang an meinen Traumjob gehabt. Aber ich bin froh, dass ich mich doch noch dazu entschieden habe, meinem Traumjob, meiner Berufung, nachzugehen!

Zurück zum Thema. Ich war damals auf der Suche nach einem Job als Tiefbautechniker. Ich suchte mir aus dem Internet und diversen Zeitungen möglichst viele Job-Annoncen zusammen. Ich hatte dann in etwa 20 Stück und fragte per Telefon nach, ob der ausgeschriebene Job noch zu haben sei!

Ein Unternehmen von den 20 konnte ich nicht gleich erreichen. Nach genauerem Betrachten bemerkte ich, dass das Büro gleich bei mir um die Ecke war! Ich dachte mir, nein, ich rufe nicht an, ich probiere jetzt etwas anderes aus! Ich habe mich zurecht gemacht, bin zu diesem Büro gegangen, habe angeläutet und über die Haussprechanlage gefragt ob Hr. X zu sprechen sei. Das war der Herr an den man die Bewerbung laut Annonce hätte richten sollen!

Eine freundliche Stimme antwortete mir, dass dieser gerade in einer Besprechung sei, aber ich herein kommen könne, weil diese gleich zu Ende sei! Ich ging nach oben ins Büro. Die nette Stimme entpuppte sich als Sekretärin. Sie fragte mich, was mein Anliegen sei und ich sagte, dass ich ihre Annonce gesehen habe und eben in der Nähe war und mir gedacht habe, ich könnte ja gleich persönlich vorbei schauen und fragen ob die Stelle noch zu haben ist. Sie sagte ja, die Stelle sei noch zu haben.

In diesem Moment öffnete sich die Seitentür und der Herr X trat herein. Die Sekretärin stellte mich ihm vor. Daraufhin bat er mich gleich in sein Büro. Er erklärte mir etwas über die Firma. Danach schlug er mir einen Termin für ein Vorstellungsgespräch vor. Daraufhin verabschiedete er mich und ich ging wieder nach Hause!

Am vereinbarten Termin kam ich und habe (unaufgefordert) gleich meine kompletten Bewerbungsunterlagen die ich mit all meinen Tricks verfasst habe, mitgebracht!
Das Bewerbungsgespräch meisterte ich ohne Probleme.

Er erzählte mir, dass er noch ein paar andere Bewerbungen von Leuten hat die auch die gleiche Ausbildung haben wie ich und er mich anruft sobald er bescheid weiß. Er rief mich einen Tag später an und ich bekam den Job.

Etwas später dachte ich mir, dass dieser Zufall mir eigentlich eine geniale Möglichkeit gezeigt hat, sich zu bewerben! Denn mein großer Vorsprung gegenüber den anderen Bewerbern war

  • dass ich durch diese Aktion in seinem Kopf geblieben bin.
  • Ich zeigte, dass mir dieser Job so wichtig ist, dass ich mir die Mühe mache persönlich vorbei zu kommen.
  • Ich bewies durch die Aktion Spontaneität, Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit.
  • Was ich am Allerbesten fand war, dass ich im Vornherein wusste, welche Person mich beim Vorstellungsgespräch erwartet. Ich konnte mich auf diese Person einstellen und das Vorstellungsgespräch mit voller Gelassenheit meistern.

Ich kann Ihnen natürlich nicht garantieren, dass diese Methode immer funktioniert. Vor allem bei größeren Unternehmen kann es schwieriger werden am Portier vorbei zu kommen! Ob Sie es ausprobieren oder nicht, das ist Ihnen überlassen!

Haben Sie Fragen oder Anregungen zum Thema, dann hinterlassen Sie mir eine Nachricht unten im Kommentarfeld! ;-)

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